Tabellarischer Lebenslauf

Zu deinen Bewerbungsunterlagen gehört ein tabellarischer Lebenslauf. Dieser wird von jeder Personalabteilung aufmerksam gelesen. Denn er verrät in der Regel mehr über den Bewerber als das Anschreiben. Daher ist es erforderlich, dass du deinen Lebenslauf professionell gestaltest. Deine Vita sollte vollständig, genau und klar strukturiert sein. Viele Elemente sollten in jedem Lebenslauf enthalten sein. Andere Aspekte sind optional und eröffnen dir die Möglichkeit, dich von anderen Bewerbern gekonnt abzusetzen. Hier erfährst du, wie du mit einem überzeugend gestalteten Lebenslauf das Interesse deines Wunscharbeitgeber weckst.

Den Lebenslauf für jede Bewerbung individuell gestalten

Deinen Lebenslauf solltest du individuell gestalten. Um Zeit zu sparen, kannst du mit einer Vorlage aus einem früheren Bewerbungsschreiben beginnen und diese inhaltlich und hinsichtlich der Struktur überarbeiten. Denn je nach Arbeitgeber und Position wirst du andere Schwerpunkte setzen wollen. Wenn du eine Mustervorlage für deinen Lebenslauf verwendest, wirst du nicht alle Arbeitgeber gleichermaßen überzeugen können. Deine Ausführungen solltest du daher genau auf die jeweilige Stellenausschreibung abstimmen. Ist zum Beispiel ehrenamtliches Engagement für die gewünschte Position besonders wichtig oder sind es die Auslandserfahrungen? Umgekehrt solltest du solche Aspekte, die der Personalabteilung eher unwesentlich erscheinen, nur knapp darstellen oder ganz weglassen. Damit stellst du unter Beweis, dass du dich intensiv mit deinem Wunscharbeitgeber befasst hast.

Die Struktur sollte logisch sein und die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche lenken

Jeder Lebenslauf sollte sowohl chronologisch als auch thematisch strukturiert sein. Letzteres wird durch die gewählten Zwischenüberschrift deutlich. Die Passagen zur Ausbildung, zum beruflichen Werdegang und zur Weiterbildung solltest du jeweils umgekehrt chronologisch aufbauen. Dies bedeutet, dass du mit der aktuellen Station beginnst und dann die einzelnen Stationen rückwärts ausführst. Dann nimmt die Personalabteilung das Wichtigste zuerst wahr und erkennt in kurzer Zeit, warum es sich lohnt, dich in die engere Wahl zu nehmen.

Drei Seiten gelten als Obergrenze

Meistens erstreckt sich ein Lebenslauf über zwei Seiten. Als äußere Obergrenze gelten drei Seiten. Wenn der Entwurf deines Lebenslaufs diesen Umfang übersteigt, solltest du überprüfen, welche Passagen du kürzen kannst. Ansonsten besteht das Risiko, dass die wirklich wichtigen Informationen nicht wahrgenommen werden.

Ein Lebenslauf beginnt mit persönlichen Daten

An die Überschrift „Lebenslauf“ schließen sich deine persönliche Daten an. Hierzu gehören Name, Adresse, Telefonnummer, Geburtstag und Geburtsort. Diese Daten ermöglichen es der Personalabteilung, mit dir Kontakt aufzunehmen, wenn du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst. Der Familienstand, die Anzahl der Kinder, die Staatsangehörigkeit und die Konfession können, müssen aber nicht angegeben werden. Es ist schon lange nicht mehr üblich, den Beruf der Eltern im Lebenslauf auszuweisen.

Lücken im Lebenslauf und Beschönigungen vermeiden

Der tabellarische Lebenslauf sollte Auskunft über den gesamten Zeitraum deiner Ausbildung und deines Berufslebens geben. Du solltest also überprüfen, ob die Darstellung deiner Vita wirklich lückenlos ist. Wenn du eine Zeitlang arbeitslos warst, solltest du nicht versuchen, dies zu kaschieren. Denn die Personaler kennen die diesbezüglichen Tricks und werden dich dann möglicherweise im Vorstellungsgespräch gezielt auf diese Phase ansprechen. Täuschungsversuche im Bewerbungsschreiben können eine spätere Kündigung rechtfertigen. Dein Engagement für eine neue Beschäftigung (z. B. Weiterbildung, Umschulung) solltest du bei der Gestaltung deines Lebenslaufs klar vermitteln. Die Zeiträume im Lebenslauf weist du am besten exakt und daher monatsbezogen aus.

Chancen der Erläuterung des beruflichen Werdegangs nutzen

Bei der Ausführung deines beruflichen Werdegangs bist du flexibel hinsichtlich der Ausführlichkeit. Der Nennung des Arbeitgebers und deiner Position kannst du weitere Beschreibungen hinzufügen, beispielsweise die jeweiligen Kernaufgaben, besondere Erfolge oder Auszeichnungen. Hier solltest du dir gründlich überlegen, wie du diese Chance nutzen kannst. Vielleicht musst du eine Zeitlang darüber nachdenken, welche Projekte in deiner bisherigen Vita besonders erfolgreich waren. Eine solche Nennung hat das Potential, das Interesse der Personalabteilung zu wecken. Denn möglicherweise werden andere Bewerber mit ähnlicher Qualifikation einen solchen Erfolg nicht aufweisen.

Hobbys und Interessen runden den Lebenslauf ab

Hobbys und persönliche Interessen gehören ebenfalls zum tabellarischen Lebenslauf. Die Auswahl sollte gut durchdacht sein, da von Hobbys oft eine symbolische Wirkung ausgeht. Zum Beispiel steht Kochen für Geselligkeit, soziale und künstlerische Kompetenzen. Nicht auswählen solltest du gefährliche Hobbys oder passive Tätigkeiten wie Fernsehen.

Ort, Datum und Unterschrift nicht vergessen

Wenn du den Lebenslauf gestaltet, das Korrekturlesen abgeschlossen und ganz am Schluss Ort sowie Datum hinzugefügt hast, dann kannst du das Dokument unterschreiben und absenden. Jetzt ist noch etwas Glück erforderlich, damit du die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhältst.

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