Der Arbeitgeber hat aufgrund der Fürsorgepflicht da-rauf zu achten, dass die Ansteckungsgefahr unter seinen Arbeitnehmern, aber auch zwischen den Arbeit-nehmern und anderen Personen im Betrieb, wie zum Beispiel Kunden, Lieferanten, Gästen, etc., möglichst gering ist.

Einmal Mundschutzmasken bieten laut Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit keinen wirksamen Schutz gegen Viren oder Bakterien, die in der Luft übertragen werden. Eine Verpflichtung für den Arbeitgeber, solche Mundschutzmasken den Arbeitnehmern zur Verfügung zu stellen, besteht somit nicht. Im Gegenteil: Arbeitnehmer dürfen solche Mundschutzmasken wohl auch nicht tragen, wenn der Arbeitgeber dies untersagt.

Aus der Fürsorgepflicht heraus kann sich aber für den Arbeitgeber sehr wohl die Verpflichtung ergeben, Schutzbehelfe, wie zum Beispiel Handschuhe, Schutzbrillen, etc. zur Verfügung zu stellen, wenn sich dies aufgrund der Umstände im Einzelfall als sinnvoll und erforderlich erweist.
Auch eine entsprechende Trennung von Arbeitneh-mern und Kunden, beispielsweise durch Plexiglas, kann einen wirksamen und notwendigen Schutz vor einer Infektion darstellen.