Bei einer tatsächlichen Arbeitszeit von 90 Prozent sind auch mindestens 90 Prozent des ursprünglichen Bruttoentgelts auszubezahlen. Sollte dies nicht eingehalten werden, stellt ein Verstoß einen Rückforderungstatbestand der KUA-Beihilfe dar!

Falls etwa während der Kurzarbeit Urlaub in Anspruch genommen wird, gebührt für diese Zeit das Entgelt auf Basis der Arbeitszeit vor Beginn der Kurzarbeit, dies ist bei der Berechnung des Entgeltanspruches jedenfalls zu berücksichtigen.

Die ausgefallenen/reduzierten Arbeitsstunden erhalten Arbeitnehmer/-innen hingegen in Form einer Kurzarbeitsbeihilfe vom AMS fast zur Gänze ausgeglichen. Diese sogenannte Nettoersatzrate bezieht sich das vorherige Netto-Entgelt und ist je nach bisheriger (Brutto-)Einkommenshöhe gestaffelt:

  • 80 Prozent Nettoersatzrate, wenn das Bruttoentgelt vor der Kurzarbeit über 2.685,- Euro liegt.
  • 85 Prozent bei einem Bruttoentgelt zwischen 1.700 Euro und 2.685 Euro
  • 90 Prozent bei einem monatlichen Entgelt bis 1.700,– Euro brutto
  • Lehrlinge erhalten weiterhin 100 Prozent ihrer bisherigen Lehrlingsentschädigung (Lehrlingsentgelt)