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Kurzarbeit

Muss der Arbeitgeber für Mehrstunden bei Kurzarbeit Zuschläge zahlen?

Kurzarbeit ist nach herrschender Lehre nicht als Teilzeitarbeit (gemäß § 19d Abs 1 AZG) anzusehen. Damit sind auch bei Überschreitung der reduzierten Arbeitszeit keine Zuschläge gemäß § 19d AZG zu bezahlen. Bis zur Grenze der vor Beginn der Kurzarbeit für den jeweiligen Mitarbeiter geltenden täglichen und wöchentlichen Normalarbeitszeit fallen während der Kurzarbeit weder Teilzeitmehrarbeits- noch Überstundenzuschläge an.

2020-07-03T15:29:38+02:00, |

Wie sind Überstunden zu entlohnen?

Zunächst muss überprüft werden, ob tatsächlich Überstunden angefallen sind, da bis zur Grenze der vor Beginn der Kurzarbeit für den jeweiligen Mitarbeiter geltenden täglichen und wöchentlichen Normalarbeitszeit keine Überstunden oder Mehrarbeitsstunden anfallen. Sind Überstunden angefallen, so sind diese auf Basis der kollektivvertraglichen Regelungen inklusive etwaiger KV-Erhöhungen und Vorrückungen zu bezahlen.

Was ist ein Kurzarbeitsdienstzettel?

Die Sozialpartnervereinbarung II sieht vor, dass allen von Kurzarbeit erfassten Mitarbeitern ein Kurzarbeitsdienstzettel (siehe Anhang der Sozialpartnervereinbarung II) oder eine Kopie der Sozialpartnervereinbarung auszuhändigen ist. Dies gilt für alle Erstanträge ab 1.6.2020 und Verlängerungsanträge ab dem 4. Monat.

2020-07-03T15:18:52+02:00, |

Welchen Urlaub muss ich aufbrauchen?

Hier zeigen wir euch anhand zwei Beispielen auf welcher Urlaub abgebaut werden muss und welche aktuell noch stehen bleiben kann. Beispiel 1: Eintritt  21.01.2019 / Urlaubsjahr von 21.01.2019 bis 20.01.2020 Aktueller Urlaubstand mit Februar 2020 = 9 Tage davon 7 Tage aus dem alten Urlaubsjahr und 2 Tage aus dem neuen Urlaubsjahr die alten 7 Tage sind nun zu verbrauchen.  Die neuen 2 können aktuell stehen gelassen werden Beispiel 2: Eintritt  11.11.2019 / Urlaubsjahr von 11.11.2019 bis 10.11.2020 Aktueller Urlaubsstand mit Februar 2020 = 5 Tage Da der Mitarbeiter/In noch im ersten Jahr der Beschäftigung ist, gelten die  bereits erworbenen [...]

Schutzausrüstung

Der Arbeitgeber hat aufgrund der Fürsorgepflicht da-rauf zu achten, dass die Ansteckungsgefahr unter seinen Arbeitnehmern, aber auch zwischen den Arbeit-nehmern und anderen Personen im Betrieb, wie zum Beispiel Kunden, Lieferanten, Gästen, etc., möglichst gering ist. Einmal Mundschutzmasken bieten laut Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit keinen wirksamen Schutz gegen Viren oder Bakterien, die in der Luft übertragen werden. Eine Verpflichtung für den Arbeitgeber, solche Mundschutzmasken den Arbeitnehmern zur Verfügung zu stellen, besteht somit nicht. Im Gegenteil: Arbeitnehmer dürfen solche Mundschutzmasken wohl auch nicht tragen, wenn der Arbeitgeber dies untersagt. Aus der Fürsorgepflicht heraus kann sich aber für den Arbeitgeber sehr [...]

2020-04-05T11:31:03+02:00, |

Freiwillige Quarantäne

Wenn sich ein Arbeitnehmer freiwillig in Quarantäne begibt oder begeben möchte, ohne dass zumindest der Verdacht einer Infektion besteht, begründet dies keinen Anspruch auf Weiterzahlung des Entgeltes. In einem solchen Fall empfiehlt es sich, im Vorfeld mit dem Arbeitnehmer den Abbau von Urlaub bzw. von Zeitguthaben zu vereinbaren. Der Arbeitnehmer darf jedenfalls nicht ohne eine solche Vereinbarung der Arbeit fernbleiben oder der Arbeitsleistung verweigern, wenn er sich vor einer An-steckung fürchtet.

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