Kurzarbeit | mein-personaler - Part 2

Kurzarbeit

Fernbleiben vom Dienst

1. Unbegründete „Furcht“ vor Ansteckung: Nein. Bleibt der Arbeitnehmer grundlos der Arbeit fern oder verweigert er vor Ort konsequent die Arbeitsleistung, stellt dies eine Verletzung seiner Dienstpflichten dar. Der Arbeitgeber ist in einem solchen Fall nach einer entsprechenden Verwarnung sogar berechtigt, den Arbeitnehmer zu entlassen. 2. Begründete „Furcht“ vor Ansteckung: Der Arbeitnehmer könnte nur dann die Arbeitsleistung berechtigt verweigern, wenn im Betrieb die konkret nachvollziehbare Gefahr besteht, sich bei der Arbeit mit dem Virus anzustecken. Ein solcher Fall wäre beispielsweise dann gegeben, wenn es im unmittelbaren Arbeitsumfeld des Arbeitnehmers bereits zu einer Ansteckung mit dem Virus gekommen ist und der [...]

Arbeitsruhe- und Arbeitszeitgrenzen

Betriebe, die nicht dem Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz unterliegen, können Ausnahmen von der täglichen und wöchentlichen Höchstarbeitszeit, von den Ruhepausen, von den täglichen und wöchentlichen Ruhezeiten sowie dem Verbot der Sonn- und Feiertagsarbeit für unterschiedliche Arbeiten nutzen, wenn diese vorübergehend und unaufschiebbar sind und im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie stehen. Das können zum einen Arbeiten sein, die eine unmittelbare Gefahr für die Sicherheit oder die Gesundheit von Menschen abwenden sollen oder bei Notstand so-fort vorgenommen werden müssen, zum anderen aber auch Arbeiten, mit denen eine Betriebsstörung behoben, das Verderben von Gütern verhindert oder sonstige unverhältnismäßige wirtschaftliche Sachschäden vermieden werden können. Diese Ausnahmen betreffen [...]

2020-04-05T11:43:42+02:00, |

Beispielberechnung: Kurzarbeit mit 10 Prozent

Mit einem Vollzeitarbeitnehmer (38,5 Wochenstunden), nennen wir ihn Matthias, werden zunächst 3 Monate Kurzarbeit mit der niedrigsten möglichen Arbeitszeit von 10 Prozent vereinbart. Gleichzeitig wird ausgemacht, dass Martin zum Einstieg solange wie möglich null Stunden arbeitet. 3 Monate entsprechen 13 Wochen. 10 Prozent Kurzarbeit: Die Gesamtarbeitszeit während der Kurzarbeitsperiode beträgt damit 13 x 3,85 Stunden = 50,05 Stunden = 50 Stunden 3 Minuten. Damit kann Matthias  zunächst die ersten 11 Wochen (!) zu Hause bleiben, mit 80 bis 90 Prozent des Nettoentgelts, steigt dann in der 12. Woche mit 11 Stunden und 33 Minuten wieder ein und leistet in der 13. Woche wieder 38,5 Stunden Vollarbeit. Sollte Matthias  auch in Woche 12 und 13 [...]

2020-04-05T11:39:49+02:00, |

Pendlerpauschale und Familienbonus plus

Pendlerpauschale Die Finanzverwaltung bereitet gerade eine Information vor, derzufolge bei bestehenden Dienstverhältnissen „coronabedingte Änderungen“ der Anwesenheit sich nicht auf die Höhe der Pendlerpauschale bzw. Pend-lereuro auswirken (also: die PP/PE so drinnen lassen, wie sie drinnen war bis dato). Familienbonus plus in Abklärung

2020-04-05T11:40:12+02:00, |

Krankheitsfall und EFZ – Ausfallsprinzip

Bei Berechnung des Entgelts nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) oder des Krankengeldzuschusses entsprechend den einschlägigen Kollektivvertragsbestimmungen und des § 8 Angestellten-Gesetz ist das gebührende Entgelt nach dem Ausfallsprinzip zu berechnen. „Wird ein Mitarbeiter krank, zahlt der Arbeitgeber für den Zeitraum, in dem Arbeitszeit vereinbart war. Für die Reduktion im Zuge der Corona-Kurzarbeit bleibt die AMS-Beihilfe auch im Falle eines Krankenstandes erhalten“.

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