Kurzarbeit

Kurzarbeit

Kurzarbeit2020-04-17T07:38:14+02:00

Danke

Liebe Mitarbeiter/Innen, ich möchte mich ganz herzlich für die tolle Zusammenarbeit bedanken! Ich weiß, das Jahr ist gerade mal zu einem 4tel um, aber ich möchte die Gelegenheit nutzen, schon heute ein herzliches [...]

Urlaubsabbau

Wir haben heute die Info der WKO erhalten wie mit Urlauben genau umzugehen ist. Bitte hier den FAQ mit Beispiel ansehen. Der FAQ heißt: Welchen Urlaub muss ich aufbrauchen?

Die FAQ`s werden von uns aus verschiedenen Medien zusammengestellt. Wir versuchen alles mit besten Gewissen und Wissen durchzuführen und zu beantworten. Aufgrund der momentan fast täglichen Neuerungen stellt uns dies natürlich vor eine sehr große Herausforderung. Aus diesem Grund danken wir euch für euer Verständnis.

Letzte Änderung: 2020-04-15.
Quellen: www.arbeiterkammer.at | www.wko.at | WIKU akutell | gesundheitskasse.at
Wie sind Überstunden zu entlohnen?2020-07-03T15:19:56+02:00

Zunächst muss überprüft werden, ob tatsächlich Überstunden angefallen sind, da bis zur Grenze der vor Beginn der Kurzarbeit für den jeweiligen Mitarbeiter geltenden täglichen und wöchentlichen Normalarbeitszeit keine Überstunden oder Mehrarbeitsstunden anfallen.

Sind Überstunden angefallen, so sind diese auf Basis der kollektivvertraglichen Regelungen inklusive etwaiger KV-Erhöhungen und Vorrückungen zu bezahlen.

Welchen Urlaub muss ich aufbrauchen?2020-04-17T07:33:50+02:00

Hier zeigen wir euch anhand zwei Beispielen auf welcher Urlaub abgebaut werden muss und welche aktuell noch stehen bleiben kann.

Beispiel 1:

  • Eintritt  21.01.2019 / Urlaubsjahr von 21.01.2019 bis 20.01.2020
  • Aktueller Urlaubstand mit Februar 2020 = 9 Tage
  • davon 7 Tage aus dem alten Urlaubsjahr und 2 Tage aus dem neuen Urlaubsjahr

die alten 7 Tage sind nun zu verbrauchen.  Die neuen 2 können aktuell stehen gelassen werden

Beispiel 2:

  • Eintritt  11.11.2019 / Urlaubsjahr von 11.11.2019 bis 10.11.2020
  • Aktueller Urlaubsstand mit Februar 2020 = 5 Tage

Da der Mitarbeiter/In noch im ersten Jahr der Beschäftigung ist, gelten die  bereits erworbenen 5 Tage als „Neuurlaub“ und müssen nicht verbraucht werden.

Muss der Arbeitgeber für Mehrstunden bei Kurzarbeit Zuschläge zahlen?2020-07-03T15:29:38+02:00
  • Kurzarbeit ist nach herrschender Lehre nicht als Teilzeitarbeit (gemäß § 19d Abs 1 AZG) anzusehen.
  • Damit sind auch bei Überschreitung der reduzierten Arbeitszeit keine Zuschläge gemäß § 19d AZG zu bezahlen.
  • Bis zur Grenze der vor Beginn der Kurzarbeit für den jeweiligen Mitarbeiter geltenden täglichen und wöchentlichen Normalarbeitszeit fallen während der Kurzarbeit weder Teilzeitmehrarbeits- noch Überstundenzuschläge an.
Gilt das Prinzip der Durchrechnung auch in der Phase II (Sozialpartnervereinbarung II)2020-07-03T15:16:44+02:00

hinsichtlich der Durchrechnung muss man in der Phase 2 differenzieren:

  • Beihilfenrechtlich gibt es weiterhin die Durchrechnung (10 % – 90 %) hinsichtlich der Arbeitszeitverkürzung.
  • Entgeltrechtlich gibt es eine monatliche Betrachtung.
Was ist ein Kurzarbeitsdienstzettel?2020-07-03T15:18:52+02:00

Die Sozialpartnervereinbarung II sieht vor, dass allen von Kurzarbeit erfassten Mitarbeitern ein Kurzarbeitsdienstzettel (siehe Anhang der Sozialpartnervereinbarung II) oder eine Kopie der Sozialpartnervereinbarung auszuhändigen ist. Dies gilt für alle Erstanträge ab 1.6.2020 und Verlängerungsanträge ab dem 4. Monat.

Wie sind die Ausfallstunden nachzuweisen?2020-07-03T15:21:47+02:00

Durch Arbeitszeitaufzeichnungen (Arbeitsbeginn, -ende, -unterbrechungen) für alle von Kurzarbeit betroffenen Beschäftigten müssen die Ausfallstunden nachgewiesen werden. Diese Aufzeichnungen sind dem AMS auf Verlangen vorzulegen.

Wie kann Kurzarbeit im Betrieb ein­geführt werden?2020-04-05T11:32:37+02:00

Die einzelnen Arbeitnehmer/-innen) vereinbaren schriftlich die Dauer und das Ausmaß der Kurzarbeit: Wie viele Stunden wöchentlich reduziert werden. Vorerst ist die Vereinbarung für maximal 3 Monate möglich, Verlängerungen sind in Ausnahmefällen aber nicht ausgeschlossen.

Entsprechende Unterlagen erhält Ihr Arbeitgeber/-in vom AMS, der Wirtschaftskammer oder den Fachgewerkschaften.

Wie ändert sich mein Ein­kommen durch die Reduktion meiner Arbeits­zeit?2020-04-05T11:32:21+02:00

Für die entfallene Normalarbeitszeit gebührt dem Arbeitnehmer/der Arbeitnehmerin eine Kurzarbeitsunterstützung.
Das gesamte auszuzahlende Entgelt (=Nettoersatzrate = tatsächliche Arbeitszeit + Ausgleich für entfallene Arbeitszeit) beträgt während der Kurzarbeit

  • 90 Prozent vom vor der Kurzarbeit bezogenen Nettoentgelt wenn das davor bezogene Bruttoentgelt (ohne anteilige Sonderzahlung) bis zu 1.700 Euro beträgt,
  • 85 Prozent bei einem Bruttoentgelt zwischen 1.700 und 2.685 Euro und
  • 80 Prozent bei höheren Bruttoentgelten.

Für die Ermittlung der Nettoersatzrate, also des jeweiligen Prozentsatzes (Begriff Bruttoentgelt): Aus der Bundesrichtlinie Kurzarbeit 2020 ist das Bruttoentgelt inklusive Zulagen und Zuschläge, aber ohne Überstundenentgelte zur Ermittlung der Nettoersatzrate heranzuziehen. Auch bei der Beihilfenberechnung des Arbeitgebers werden Überstundenentgelte nicht berücksichtigt.

04.04.2020

Was ist wenn ich zu X% (10-20-50-90) arbeite?2020-04-05T11:33:34+02:00

Bei einer tatsächlichen Arbeitszeit von 90 Prozent sind auch mindestens 90 Prozent des ursprünglichen Bruttoentgelts auszubezahlen. Sollte dies nicht eingehalten werden, stellt ein Verstoß einen Rückforderungstatbestand der KUA-Beihilfe dar!

Falls etwa während der Kurzarbeit Urlaub in Anspruch genommen wird, gebührt für diese Zeit das Entgelt auf Basis der Arbeitszeit vor Beginn der Kurzarbeit, dies ist bei der Berechnung des Entgeltanspruches jedenfalls zu berücksichtigen.

Die ausgefallenen/reduzierten Arbeitsstunden erhalten Arbeitnehmer/-innen hingegen in Form einer Kurzarbeitsbeihilfe vom AMS fast zur Gänze ausgeglichen. Diese sogenannte Nettoersatzrate bezieht sich das vorherige Netto-Entgelt und ist je nach bisheriger (Brutto-)Einkommenshöhe gestaffelt:

  • 80 Prozent Nettoersatzrate, wenn das Bruttoentgelt vor der Kurzarbeit über 2.685,- Euro liegt.
  • 85 Prozent bei einem Bruttoentgelt zwischen 1.700 Euro und 2.685 Euro
  • 90 Prozent bei einem monatlichen Entgelt bis 1.700,– Euro brutto
  • Lehrlinge erhalten weiterhin 100 Prozent ihrer bisherigen Lehrlingsentschädigung (Lehrlingsentgelt)
Beispielberechnung: Kurzarbeit mit 10 Prozent2020-04-05T11:39:49+02:00

Mit einem Vollzeitarbeitnehmer (38,5 Wochenstunden), nennen wir ihn Matthias, werden zunächst 3 Monate Kurzarbeit mit der niedrigsten möglichen Arbeitszeit von 10 Prozent vereinbart. Gleichzeitig wird ausgemacht, dass Martin zum Einstieg solange wie möglich null Stunden arbeitet. 3 Monate entsprechen 13 Wochen.

10 Prozent Kurzarbeit:
Die Gesamtarbeitszeit während der Kurzarbeitsperiode beträgt damit 13 x 3,85 Stunden = 50,05 Stunden = 50 Stunden 3 Minuten.

Damit kann Matthias  zunächst die ersten 11 Wochen (!) zu Hause bleiben, mit 80 bis 90 Prozent des Nettoentgelts, steigt dann in der 12. Woche mit 11 Stunden und 33 Minuten wieder ein und leistet in der 13. Woche wieder 38,5 Stunden Vollarbeit.

Sollte Matthias  auch in Woche 12 und 13 noch nicht benötigt werden, kann die Kurzarbeit für ihn noch einmal um drei Monate (13 Wochen) verlängert werden. Dann könnte Matthias  die ersten 23 Wochen (!) arbeitsfrei haben, in die 24. Woche fallen 23 Stunden 6 Minuten, Woche 25 und 26 sind wieder mit der Normalarbeitszeit.

Achtung: generell gilt die Arbeitszeit kann „flexibel“ eingeteilt werden und muss nach Ablauf der 3 Monate im Durchschnitt gesehen werden.

Ermittlung des auszuzahlenden Nettoentgelts2020-04-05T11:34:05+02:00

Berechnungsgrundlage der Nettoersatzrate ist das Nettoentgelt des letzten voll entlohnten Monats/der letzten voll entlohnten vier Wochen vor Einführung der Kurzarbeit. Dabei ist das Nettoentgelt insbesondere inklusive Zulagen und Zuschlägen, aber ohne Überstundenentgelte heranzuziehen. Liegt ein monatsweise schwankendes Entgelt vor (Zulagen, Provision, Leistungslohn in unterschiedlicher Höhe) ist der Durchschnitt der letzten drei Monate beziehungsweise der letzten 13 Wochen heranzuziehen. Bei wechselnder Arbeitszeit innerhalb der letzten 30 Tage vor Beginn der Kurzarbeit wird der Bemessungsgrundlage das durchschnittliche Beschäftigungsausmaß zu Grunde gelegt. Liegt bei Beginn der Kurzarbeit kein oder ein verringerter Entgeltanspruch vor (Karenz/Entgeltfortzahlung), so ist das Nettoentgelt auf Basis des fiktiven Entgelts zu berechnen.

Ergänzung GKK:

Wurden unmittelbar vor Beginn der Kurzarbeit Überstunden bzw. zuschlagspflichtige Mehrarbeitsstunden geleistet und ausbezahlt, sind sie bei der Ermittlung der „fixen” Beitragsgrundlage zu berücksichtigen. Dies gilt auch dann, wenn sie nur ausnahmsweise angefallen sind. Werden Über- bzw. Mehrarbeitsstunden lediglich im Nachhinein ausbezahlt, sind sie dem Beitragszeitraum zuzuordnen, in dem die Leistung erbracht wurde.

Hier wird die genaue Berechnung noch abgeklärt!

Muss ich im Zuge der Kurz­arbeit meinen Urlaub auf­brauchen?2020-04-05T11:34:28+02:00

Vor beziehungsweise während der Kurzarbeit sollte ein allfälliges Zeitguthaben sowie ein Resturlaub aus Vorjahren (das heißt aus den vorangegangenen Urlaubsjahren, aber nicht aus dem aktuellen Urlaubsjahr) vom Arbeitnehmer / von der Arbeitnehmerin konsumiert werden. Da der Urlaubsverbrauch beziehungsweise der Verbrauch von Zeitguthaben vom Arbeitgeber nicht einseitig angeordnet werden kann, haben Arbeitgeber/-innen lediglich ein ernstliches Bemühen um eine Zeitausgleich/Urlaubsvereinbarung nachzuweisen. Urlaub und ZA muss somit nicht zwingend verbraucht werden.

WICHTIG

Im Zuge eines Urlaubs oder Zeitausgleichabbaus während der Kurzarbeit wird Ihr Entgelt aber auf Basis Ihrer bisherigen Arbeitszeit vor der Kurzarbeit bezahlt!

Begriff Urlaubsjahr2020-04-05T11:41:02+02:00

Der Urlaubsanspruch gebührt dem Arbeitnehmer jeweils für ein Urlaubsjahr.
Das Urlaubsjahr entspricht grundsätzlich dem Arbeitsjahr, beginnt also jeweils mit dem Eintrittsdatum.

Beispiel:

Beginn Arbeitsverhältnis:       01.05.2019
Urlaubsanspruch:                     bis 31.10.2019 (= ersten 6 Monate) anteilig,
ab 01.11.2019 voller Anspruch

Am 1.5.2020 beginnt das neue Urlaubsjahr mit einem vollen Jahresurlaubsanspruch.

Urlaub während Corona Kurzarbeit2020-04-05T11:43:58+02:00

Das Entgelt für Urlaubszeit ist so hoch wie vor Beginn der Kurzarbeit.

Sonderzahlungen2020-04-05T11:40:33+02:00

Sonderzahlungen sind ungeschmälert nach jener Berechnungsbasis auszubezahlen, die vor Einführung der Kurzarbeit gegolten hat.

Krankheitsfall und EFZ – Ausfallsprinzip2020-04-05T11:40:37+02:00

Bei Berechnung des Entgelts nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) oder des Krankengeldzuschusses entsprechend den einschlägigen Kollektivvertragsbestimmungen und des § 8 Angestellten-Gesetz ist das gebührende Entgelt nach dem Ausfallsprinzip zu berechnen.

„Wird ein Mitarbeiter krank, zahlt der Arbeitgeber für den Zeitraum, in dem Arbeitszeit vereinbart war. Für die Reduktion im Zuge der Corona-Kurzarbeit bleibt die AMS-Beihilfe auch im Falle eines Krankenstandes erhalten“.

Zulagen und Kurzarbeit2020-04-05T11:40:27+02:00

Zulagen können auch während der Kurzarbeit abgabenfrei ausbezahlt werden, sofern die Voraussetzungen des Einkommensteuergesetzes (EStG) vorliegen.

Arbeitsruhe- und Arbeitszeitgrenzen2020-04-05T11:43:42+02:00

Betriebe, die nicht dem Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz unterliegen, können Ausnahmen von der täglichen und wöchentlichen Höchstarbeitszeit, von den Ruhepausen, von den täglichen und wöchentlichen Ruhezeiten sowie dem Verbot der Sonn- und Feiertagsarbeit für unterschiedliche Arbeiten nutzen, wenn diese vorübergehend und unaufschiebbar sind und im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie stehen.
Das können zum einen Arbeiten sein, die eine unmittelbare Gefahr für die Sicherheit oder die Gesundheit von Menschen abwenden sollen oder bei Notstand so-fort vorgenommen werden müssen, zum anderen aber auch Arbeiten, mit denen eine Betriebsstörung behoben, das Verderben von Gütern verhindert oder
sonstige unverhältnismäßige wirtschaftliche Sachschäden vermieden werden können.

Diese Ausnahmen betreffen zahlreiche Berufsgruppen, die derzeit besonders belastet sind, wie zum Beispiel Angestellte in Apotheken, in Call-Centern oder in Labors, die mit der Auswertung von Corona-Tests betraut sind.

In solchen Fällen können die Arbeitshöchstgrenzen von 12 Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich überschritten werden.

Schutzausrüstung2020-04-05T11:31:03+02:00

Der Arbeitgeber hat aufgrund der Fürsorgepflicht da-rauf zu achten, dass die Ansteckungsgefahr unter seinen Arbeitnehmern, aber auch zwischen den Arbeit-nehmern und anderen Personen im Betrieb, wie zum Beispiel Kunden, Lieferanten, Gästen, etc., möglichst gering ist.

Einmal Mundschutzmasken bieten laut Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit keinen wirksamen Schutz gegen Viren oder Bakterien, die in der Luft übertragen werden. Eine Verpflichtung für den Arbeitgeber, solche Mundschutzmasken den Arbeitnehmern zur Verfügung zu stellen, besteht somit nicht. Im Gegenteil: Arbeitnehmer dürfen solche Mundschutzmasken wohl auch nicht tragen, wenn der Arbeitgeber dies untersagt.

Aus der Fürsorgepflicht heraus kann sich aber für den Arbeitgeber sehr wohl die Verpflichtung ergeben, Schutzbehelfe, wie zum Beispiel Handschuhe, Schutzbrillen, etc. zur Verfügung zu stellen, wenn sich dies aufgrund der Umstände im Einzelfall als sinnvoll und erforderlich erweist.
Auch eine entsprechende Trennung von Arbeitneh-mern und Kunden, beispielsweise durch Plexiglas, kann einen wirksamen und notwendigen Schutz vor einer Infektion darstellen.

Sind teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer von Kurzarbeit umfasst?2020-04-05T11:38:42+02:00

Auch teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer/-innen können kurzarbeiten, hier sollte aber sowohl auf das Ausmaß der Arbeitszeit als auch auf das Entgelt geachtet werden. In der aktuellen Muster-BV zu Kurzarbeit können optional Arbeitnehmer/-innen mit weniger als 40 Prozent Beschäftigungsausmaß von der Kurzarbeit ausgenommen werden.

Auch bei Teilzeitkräften ist zu beachten, dass die während der Kurzarbeit zu leistende Arbeitszeit zwischen 10 und 90 Prozent der vorherig vereinbarten Arbeitszeit liegen muss.

Pfändungen und Kurzarbeit2020-04-07T17:18:35+02:00

Der Bezug ist weiterhin voll pfändbar, die Lohnsteuer Absetzbeträge bleiben wie bisher und reduzieren die Lohnsteuer (wie auch bisher).

Pendlerpauschale und Familienbonus plus2020-04-05T11:40:12+02:00

Pendlerpauschale

Die Finanzverwaltung bereitet gerade eine Information vor, derzufolge bei bestehenden Dienstverhältnissen „coronabedingte Änderungen“ der Anwesenheit sich nicht auf die Höhe der Pendlerpauschale bzw. Pend-lereuro auswirken (also: die PP/PE so drinnen lassen, wie sie drinnen war bis dato).

Familienbonus plus

in Abklärung

Vorschuss2020-04-05T11:40:03+02:00

Während der Kurzarbeit können nur mehr Vorschüsse in der Höhe von Euro 200,– pro Monat ausbezahlt werden.

Digibon2020-04-05T11:39:58+02:00

Digibonguthaben werden nur für Tage der Arbeit und für eine Arbeitszeit von über 7h aufgeladen.

Fernbleiben vom Dienst2020-04-05T11:39:39+02:00

1. Unbegründete „Furcht“ vor Ansteckung:
Nein. Bleibt der Arbeitnehmer grundlos der Arbeit fern oder verweigert er vor Ort konsequent die Arbeitsleistung, stellt dies eine Verletzung seiner Dienstpflichten dar. Der Arbeitgeber ist in einem solchen Fall nach einer entsprechenden Verwarnung sogar berechtigt, den Arbeitnehmer zu entlassen.

2. Begründete „Furcht“ vor Ansteckung:
Der Arbeitnehmer könnte nur dann die Arbeitsleistung berechtigt verweigern, wenn im Betrieb die konkret nachvollziehbare Gefahr besteht, sich bei der Arbeit mit dem Virus anzustecken. Ein solcher Fall wäre beispielsweise dann gegeben, wenn es im unmittelbaren Arbeitsumfeld des Arbeitnehmers bereits zu einer Ansteckung mit dem Virus gekommen ist und der Arbeitgeber nicht alle nötigen Maßnahmen ergriffen hat, um eine Ansteckung zu verhindern.
Das gilt aber nicht für Arbeitnehmer in Gesundheitsberufen, wie etwa in Spitälern oder in Apotheken. Bei diesen Tätigkeiten besteht ein gewisses Berufsrisiko darin, sich mit Krankheiten anzustecken. Um Ansteckungen zu vermeiden, sind die Mitarbeiter in den Gesundheitsberufen aber entsprechend qualifiziert und ausgebildet.

Freiwillige Quarantäne2020-04-05T11:39:32+02:00

Wenn sich ein Arbeitnehmer freiwillig in Quarantäne begibt oder begeben möchte, ohne dass zumindest der Verdacht einer Infektion besteht, begründet dies keinen Anspruch auf Weiterzahlung des Entgeltes.
In einem solchen Fall empfiehlt es sich, im Vorfeld mit dem Arbeitnehmer den Abbau von Urlaub bzw. von Zeitguthaben zu vereinbaren.
Der Arbeitnehmer darf jedenfalls nicht ohne eine solche Vereinbarung der Arbeit fernbleiben oder der Arbeitsleistung verweigern, wenn er sich vor einer An-steckung fürchtet.

Überlassene Arbeitskräfte2020-04-05T11:38:15+02:00

Die Einbeziehung von überlassenen Arbeitnehmern/-innen in die Kurzarbeit im Beschäftigerbetrieb ist möglich, aber nur, wenn auch der Überlasserbetrieb eine Kurzarbeitsvereinbarung schließt.

Arbeitgeber, die das Gewerbe der Überlassung von Arbeitskräften (§ 94 Ziffer 72 Gewerbeordnung) ausüben, sind im Rahmen der COVID-19-KUA förderbar.

Werden überlassene Arbeitnehmer/-innen in die Kurzarbeit einbezogen, so ist eine Rückstellung während Kurzarbeit der überlassenen Arbeitnehmer/-innen nicht zulässig.

Welche Kosten trägt der Arbeitgeber tatsächlich?2020-04-05T11:39:03+02:00

Der Arbeitgeber hat die Kosten der Arbeitsleistung der kurzarbeitenden Personen endgültig zu übernehmen. Während der Kurzarbeit hat der Arbeitgeber zusätzlich die Beiträge zur Sozialversicherung bezogen auf die Beitragsgrundlage vor Einführung der Kurzarbeit zu übernehmen, die jedoch dem Arbeitgeber ab dem 1. Monat ersetzt werden. Die Kosten für die tatsächlich erbrachten Arbeitsleistungen (also jene Arbeitszeit die im DZ – zwischen 10  und 9 Prozent – gewährleistet ist) trägt ausschließlich der Arbeitgeber.

Die Kosten für Ausfallsstunden (= Ausfall der Normalarbeitszeit) werden dem Arbeitgeber gemäß den festgelegten Pauschalsätzen vom AMS ersetzt. In den Pauschalsätzen sind die anteiligen Sonderzahlungen im Ausmaß eines Sechstels und die anteiligen Beiträge zur Sozialversicherung (bezogen auf aus Entgelt vor Einführung der Kurzarbeit) enthalten. Für Einkommensanteile über 5.370 Euro gebührt keine Beihilfe. Werden (Alt-)Urlaube und Zeitguthaben während KUA abgebaut, stellen diese Zeiten keine verrechenbaren Ausfallstunden dar!

Wie können Unterschriften der Beschäftigten für Vereinbarungen (z.B. Kurzarbeit, Telearbeit) einholen, wenn ich diese nicht mehr persönlich erreichen kann?2020-04-05T11:31:51+02:00

Wenn Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr persönlich erreichen können bzw. diese ihren Arbeitsplatz nicht mehr persönlich aufsuchen können, haben Sie folgende Möglichkeiten, die Zustimmung einzuholen:

  • Sie scannen (fotografieren) das Dokument ein und senden es z.B. via E-Mail an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese drucken es aus, unterschreiben und senden es via E-Mail (Smartphone) an Sie zurück
  • Fehlt diese Möglichkeiten, wird in dieser Sondersituation auch eine entsprechende E-Mail-Korrespondenz oder eine Handy-Nachricht ausreichend sein
  • Auch das Protokoll über eine erfolgte telefonische Zustimmung wird in diesen Fällen als Vereinbarung zu werten sein.

Unterschrift wird nach dem Ende der aktuellen Maßnahmen nachgeholt.

Kann für mehrere Personen oder Personengruppen ein unterschiedliches durchschnittliches Beschäftigungsausmaß vereinbart werden?2020-04-05T11:36:31+02:00

Ja.

Kann Kurzarbeit nur für den ganzen Betrieb vereinbart werden?2020-04-05T11:37:12+02:00

Nein. Kurzarbeit muss nicht für den ganzen Betrieb vereinbart werden. Sie kann auch nur für einzelne Betriebsteile, bestimmte Gruppen von Beschäftigten oder einzelne Beschäftigte vereinbart werden.

Verhalten im Abwesenheitsfall2020-04-05T12:41:07+02:00

Die bisherige Regelung bezüglich Abwesenheit von der Arbeit bleibt bestehen.

Bitte achtet unbedingt darauf, dass ihr Krankenstände und Urlaube sofort bei uns meldet. Gerade Krankenstände müssen sofort gemeldet werden und die Krankmeldung muss binnen 3 Tagen bei uns einlangen.

Frage stellen2020-04-05T11:48:58+02:00

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